100 Jahre Hermann Helfert – Erfinder des Multitopfs

hermann helfert

Hermann Helfert mit dem Multitopf

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Der 1909 geborene Hermann Helfert (mein Großvater!) machte sich mit mehreren Erfindungen für den Gartenbau einen Namen. Am bekanntesten ist der „Multitopf“, den er vor 50 Jahren zum Patent anmeldete.

Der Gärtnermeister Helfert betrieb seit 1932 in Duisburg-Meiderich eine Staudengärtnerei. Dort musste viel ausgesät und vegetativ vermehrt werden. Deswegen erdachte er die später „Multitopf“ genannte Anzuchtplatte mit vielen zusammenhängenden Töpfchen aus Kunststoff. Dass es möglich ist, in Töpfen aus wasser- und luftundurchlässigem Material überhaupt zu produzieren, musste er damals erst lernen – und seinen potenziellen Kunden lehren. Jedenfalls erteilte das Deutsche Patentamt am 21. Mai 1959 ihm das Patent Nr. 1 045 149 „Pflanztöpfe“.

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multitopf jungpflanze

multitopf jungpflanzen

Multitopf-Einsatz in unserem Gewächshaus

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Es dauerte eine Weile, bis die prinzipiellen Vorteile des neuen Betriebsmittels den Gärtnern einleuchteten: Gleichzeitige Handhabung von bis zu 100 Pflanzen in einer Platte, glatte Topfwände zum leichten Entnehmen der Pflanzen, geringerer Wasserbedarf, beinahe unendliche Lebensdauer, leichte Desinfektion. Der „Multitopf“ wurde der Ahnherr all der vielen Anzuchtplatten aus Kunststoff, wie sie heute am Markt sind.

Geboren worden war der Multitopf schon ein paar Jahre früher, jetzt konnte man an seine Vermarktung denken. Und damit begann sein Siegeszug durch die Gärtnereien der Welt. In der Folge wurden zahlreiche Auslandspatente erteilt. Wie viele Multitöpfe des Originals bis heute produziert worden sind? Es sind mit Sicherheit Millionen.

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multitopf und tauwaage system helfert

Multitopf und Tauwaage im Einsatz in unserer Gärtnerei

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Wenige Jahre später erwies sich Helfert durch das nach ihm benannte „Steuergerät System Helfert“ übrigens nochmals als Erfinder. Es automatisiert heute noch nach einem sehr einfachen Prinzip Sprühnebel-Vermehrungen.

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Text: Walter Helfert

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helfertsche tauwaage

Artikel aus der Fachzeitschrift TASPO von 1961

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