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Welcher Baum ist der Richtige?

baum auf korsika

So viel Platz gibt es in Hausgärten selten für einen Baum: Foto von der Insel Korsika

 

Den eigenen Garten nach seinen Wunschvorstellungen zu planen und zu gestalten ist ein Traum für viele Haus- und Wohnungsbesitzer. Bäume und Sträucher spielen dabei meist die Hauptrolle, denn einmal gepflanzt, gehören sie fest zum Garten und das oft für Jahrzehnte. Allerdings ist der Lieblingsbaum, den man im Botanischen Garten verträumt bewundert hat, für die meisten Stadtgärten eher nicht geeignet. Die Suche nach dem optimalen Baum kann für den Laien also zu einer echten Herausforderung werden. Mit der richtigen Beratung durch Experten wie uns lassen sich aber in jedem Fall die Gehölze finden, die ideal zum Standort passen, das Auge erfreuen und vor allen Dingen auch für lange Zeit kräftig und gesund bleiben.

 

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Herbst: die ideale Pflanzzeit

Herbst oder Frühling? Diese beiden klassischen Pflanzzeiten sind längst nicht mehr exklusiv. Alle Gartenpflanzen, die in Töpfen verkauft werden, können zu jeder Zeit des Jahres gepflanzt werden und werden anwachsen. Aber der große Unterschied in verschiedenen Jahreszeiten ist der Pflege- und Versorgungsaufwand, den die Gartenbesitzer zu leisten haben. Ein im Sommer gepflanzter Strauch braucht wesentlich mehr Wasser als ein im Frühling gepflanzter und wird über Wochen regelmäßig gegossen werden, ein im Frühling gepflanzter macht mehr Arbeit als ein im Herbst gepflanzter.

Kurz: Der Herbst ist die beste Pflanzzeit!

herbst pflanzzeit (2)

Foto: PdM

Oft wissen Gartenbesitzer gar nicht, dass neue Pflanzen, die im Herbst in die Erde kommen, einen Wachstumsvorsprung haben gegenüber Pflanzen, die erst im Frühling gepflanzt werden. Das gilt für alle Gartenpflanzen, ob sie im Topf stehen, mit Wurzelballen oder wurzelnackt sind. Der Grund ist einfach: Die feinen Wurzelhaare, die für die Wasser- und Nährstoffaufnahme wichtig sind, wachsen in den Wintermonaten, solange kein Frost im Boden ist, weiter und verankern die Pflanze am neuen Standort. Die im Herbst gepflanzten Stauden, Sträucher und Bäume sind also im Frühling schon fest eingewurzelt und können den ersten Austrieb leicht versorgen.

Die Herbstpflanzung hat weitere Vorteile, nicht nur für die Pflanzen! Der Boden ist noch warm, meist auch in einem guten Feuchtezustand – das erleichtert das Ausheben des Pflanzlochs. In jedem Fall ist es wichtig, die neu gepflanzten Stauden, Sträucher oder Bäume gut anzugießen, am besten mehrmals in den ersten Tagen nach der Pflanzung. Aber danach ist im Lauf des Winters meist kaum mehr etwas zu tun. Da die meisten Laubgehölze im Spätherbst ihr Laub abwerfen, verdunsten sie im Winter wenig Wasser. Auch darin steckt ein wesentlicher Vorteil der Herbstpflanzung: Die erst im Frühling gepflanzten haben nur wenig Wurzeln, die Wasser und Nährstoffe aufnehmen können, das frische Laub verdunstet aber bereits Wasser. Für die Gartenbesitzer hat deshalb die Frühjahrspflanzung eine viel intensivere Versorgung zur Folge. Diesen Vorteil nutzen natürlich auch die Baumschulgärtner: Sie verpflanzen die Gehölze in den Anzuchtquartieren regelmäßig, spätestens alle zwei Jahre, damit sie ein kompaktes, starkes Wurzelwerk bilden. Die Hauptpflanzzeit bei den Profis ist der Herbst.

Wurzelnackte am besten im Herbst

Einige Pflanzen, wie z. B. Heckenpflanzen, werden mit nackten Wurzeln angeboten, also ohne Topf oder Wurzelballen. Diese Pflanzen sind meist preiswerter, weil die Baumschulen weniger Aufwand und Kosten damit hatten. Sie sind allerdings auch empfindlicher und müssen möglichst schnell gepflanzt werden. In der GartenBaumschule stehen die wurzelnackten Pflanzen im so genannten „Einschlag“. Das heißt, ihre Wurzeln sind mit lockerem Erdreich abgedeckt und werden so vor dem Austrocknen geschützt. Nach dem Kauf sollte man sie zu Hause sofort gründlich wässern – die Wurzeln sollten in einem Eimer oder größeren Bottich mit Wasser stehen – und dann am besten noch am gleichen Tag einpflanzen.

Große Auswahl

Für die Baumschulen ist der Herbst der Anfang der Pflanzsaison, die dann, je nachdem, wie streng der Winter ist, für einige Zeit unterbrochen ist, und im späten Frühjahr endet. Naheliegend, dass am Anfang der Saison die Auswahl am größten ist: Alle Pflanzen sind in unterschiedlichen Größen vorhanden und es gibt ein breites Sortiment verschiedener Sorten. Mehr noch: Die Pflanzen stehen erst kurze Zeit im Verkaufsbereich und sind bestens versorgt – ganz abgesehen von den anderen Vorteilen der Herbstpflanzung. Umso erstaunlicher ist, dass sich seit einigen Jahren die Pflanzzeit mehr und mehr in das Frühjahr verschoben hat. An den ersten warmen Tagen drängeln sich Kundenschlangen durch die Gärtnerei… was im Herbst so nicht passiert. Auch das wissen pfiffige Gartenbesitzer für sich zu nutzen: Das Verkaufspersonal hat im Herbst einfach mehr Zeit für Beratung und Verkauf. Und mit fachkompetenter Beratung findet man mit Sicherheit die richtige Pflanze für den eigenen Garten.

Quelle: pdm

Herbstlich Willkommen in unserer Gärtnerei!

Der Herbst ist nicht nur eine besonders farbenprächtige Jahreszeit, sondern auch der ideale Termin für die Pflanzung von Bäumen, Sträuchern, Obstgehölzen und Stauden!

Lassen Sie sich in unserer Gärtnerei begeistern von der Pflanzenvielfalt. Neben den schönsten Pflanzen halten wir auch gute Ideen und wertvollen Rat von unseren freundlichen Fachleuten für Sie bereit.

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Schön ist er das ganze Jahr, aber im Herbst wird es spektakulär: der Feuerahorn macht jetzt seinem Namen alle Ehre…

Botanischer Name: Acer japonicum ‚Aconitifolium‘. Sichern Sie sich jetzt ein schönes Exemplar für Ihren Garten!

Gehölze richtig pflanzen

Schon seit Jahren bei uns im Sortiment: viele schöne Pflanzen aus der Gehölz-Kollektion von Nasto-Symphonie.

Die meisten sind ideal zur Pflanzung in edlen Topfgärten geeignet.

Im diesem soeben veröffentlichten Video wird anschaulich erklärt, wie man richtig in schöne Gefäße pflanzt:

Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit!

Der Herbst ist die Zeit der ersten Frühnebel, der kürzer werdenden Tage und des sich malerisch verfärbenden Laubes. Nach einem fulminanten Blüten- und Farbfinale verabschiedet sich die Natur in die Winterruhe, damit sie sich im nächsten Frühjahr wieder mit ganzer Kraft entfalten kann.

Für viele Gartenbesitzer ist der Herbst nicht nur die Zeit der Ernte und des Ausklangs, sondern auch die Zeit des Neubeginns und des Wachstums! Denn jetzt ist – Wetter hin oder her – die beste Pflanzzeit für die meisten Gehölze und Stauden. Zwar werden heutzutage viele Pflanzen ganzjährig im Container angeboten und können außer bei Frost theoretisch das ganze Jahr über gepflanzt werden, aber die Herbstpflanzung bietet doch bedeutende Vorteile.

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Herbstfreuden

Der Herbst ist nicht nur die beste, sondern kann auch die schönste Pflanzzeit sein! Die Luft ist angenehm mild, die Sonne wärmt noch, hat aber an stechender Intensität verloren. Das bunt gefärbte Laub der Bäume und Sträucher, reife Früchte wie Äpfel, Birnen, Hagebutten und Co. sowie Gräser und wunderschöne Herbstblüher, allen voran Stauden, bilden eine attraktive Kulisse für die anstehenden Gartenarbeiten. In einem derartigen Ambiente macht die Bewegung im Garten doppelt Spaß! Da der Sommer gerade erst zu Ende gegangen ist, weiß man noch genau, an welchen Stellen im Garten Veränderungen fürs nächste Jahr gewünscht oder notwendig sind. Ein Besuch in unserer Gärtnerei lohnt sich, denn jetzt halten wir eine besonders große Auswahl an Pflanzen bereit. Die Laubgehölze zum Beispiel präsentieren sich in den schönsten Herbsttönen. Auch Stauden wie Herbstanemonen, Margeriten, Astern, Sonnenhut und Sonnenauge sowie viele Gräser zeigen sich noch einmal in ihrem schönsten Kleid.


Vorteil Herbst!

Die Herbstpflanzung hat gegenüber einer Frühjahrs- oder Sommerpflanzung Vorteile: Der Boden ist noch warm vom Sommer und im Idealfall schon wieder ausreichend durch Niederschläge befeuchtet, so dass die Pflanzen optimale Anwachsbedingungen vorfinden. Während der Herbstmonate und in den bodenfrostfreien Winterzeiten bilden die Pflanzen bereits neue Feinwurzeln. Im Winter entwickeln diese einen guten Kontakt mit der Erde. Hohlräume, die beim Pflanzen entstanden sind, werden geschlossen. Im Frühling ist die Pflanze so für ihre Wasser- und Nährstoffversorgung bestens vorbereitet und hat einen Vorsprung gegenüber frisch gepflanzten Beetnachbarn. Das Risiko des Vertrocknens ist so stark verringert. Außerdem treiben die Pflanzen im Frühjahr mit dem natürlichen Verlauf der Witterung aus und leiden daher weniger unter Verpflanzstress als bei einer Frühjahrspflanzung.

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Boden gut vorbereiten:
Vor der Pflanzung von Stauden und Gehölzen sollte der Boden tiefgründig gelockert und von Unkräutern befreit werden.  Bei der Pflanzung von Stauden wird die Pflanze so in die Erde gesetzt, dass ihre Wachstumsknospe auf Erdniveau liegt bzw. dass die Oberkante des Erdballens nur knapp mit Erde bedeckt ist. Anschließend wird das Loch aufgefüllt und die Erde mit den Händen rund um die Pflanze fest angedrückt. Vor allem bei Gehölzen muss das Pflanzloch groß genug ausgehoben werden. Als Faustregel gilt: Das Pflanzloch sollte doppelt so groß sein wie der Durchmesser des Wurzelballens. Nachdem es zu einem Drittel mit Pflanzerde und Kompost gefüllt ist, wird die Pflanze eingesetzt. Mit Erde nachfüllen und antreten. Als Gießrand um die Pflanze einen etwa zehn Zentimeter hohen Erdwall formen.

Angießen:
Direkt nach der Pflanzung sollten Stauden und Gehölze gut angegossen werden. Achten Sie auch in den nächsten Tagen darauf, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Hierbei geht es nicht in erster Linie um die Wasserversorgung der Pflanzen, sondern darum, dass die Erdpartikel dicht an die Feinwurzeln der Pflanze herangespült werden und diese Halt in der Erde finden. Bei einer Herbstpflanzung wird nicht gedüngt, da der damit verbundene Energieschub den Wachstumszyklus der Pflanzen durcheinander bringen würden.
Bei größeren Gehölzen
empfiehlt es sich, einen Pflanzpfahl zur Sicherung der Pflanzen gegen Herbstwinde und stürmischen Regen mit einzugraben und die Pflanzen daran festzubinden.

Baum des Jahres 2009

Der Berg-Ahorn

Das „Kuratorium Baum des Jahres“ hat den Baum des Jahres 2009 bekannt gegeben. Dr. Silvius Wodarz, Präsident der Stiftung Menschen für Bäume, stellte den Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) am 15.10.08 in Berlin vor.

Herr der Berge – Baum der Berge – Baum der Städte

Die Alpen sind die Region, wo der Berg-Ahorn am eindrücklichsten unter Beweis stellt, dass er seinen Namen zu Recht trägt. Im Schweizer Wallis, dort wo die höchsten Gipfel Europas stehen, ist er noch auf fast 2000 Meter als halbwegs wohlgeformter Baum zu finden. In den Kalkalpentälern bildet er in Höhen, in die die Buche nicht mehr vordringen kann, sogar vereinzelt reine Waldbestände.

Der bis zu sechshundert Jahre alt werdende Berg-Ahorn spielt in vielen Bergortschaften eine kulturgeschichtlich ähnliche Rolle wie die Eiche oder die Linde in den flacheren Ortslagen. Der berühmteste Berg-Ahorn stand in dem Schweizer Ort Truns. Unter seiner Krone wurde 1424 der „Graue Bund“ geschmiedet. Regelmäßig bis ins 19. Jahrhundert trafen sich die Graubündner unter dem Baum, um diesen Bund zu bestätigen.

Auch im übrigen Europa ist der Berg-Ahorn natürlicherweise ein Baum der Bergwälder – von den Kantabrischen Bergen im Nordwesten Spaniens bis hin zu den Karpaten im Osten und vom Harz im Norden bis in die südlichen Apenninen. In den deutschen Mittelgebirgen prägt er vor allem zusammen mit der Esche und der Berg-Ulme die feuchten Schlucht- und Blockhaldenwälder. Für die Pflanzung als Park- und Straßenbaum und im privaten Garten stehen viele Sorten des Berg-Ahorns zur Verfügung.

Die vegetationskundlich offizielle Nordgrenze seiner natürlichen Verbreitung verläuft am nördlichen Rand der Mittelgebirge. Doch längst fühlt sich der Berg-Ahorn auch im flachen norddeutschen Land ausgesprochen wohl. Gefördert durch den Menschen hat er sich bis nach Südschweden und weit nach Osten bis tief ins europäische Russland hinein ausgebreitet. In Dänemark beispielsweise wurde er im 17. Jahrhundert kultiviert und ist dort dann verwildert. Selbst übers Meer wurde er verschleppt, so dass der Berg-Ahorn heute auch in England, Irland, Nordamerika und sogar in Chile vorkommt.

Süß-saftiges

Der Zuckergehalt im Saft des Berg-Ahorns liegt im Zeitraum vor dem Blattaustrieb mit ein bis drei Prozent vergleichsweise hoch, aber damit immer noch deutlich geringer als bei seinem Vetter, dem Zucker-Ahorn in Nord-Amerika, der bis auf acht Prozent Saccharosegehalt kommt. Doch vor etwa zweihundert Jahren, als der Sklavenaufstand auf der Zuckerinsel Haiti und die Napoleonische Kontinentalsperre den Preis für Rohrzucker ins Unbezahlbare steigerten, wurde auch hier in Europa versucht, eine Ahorn-Zuckerproduktion zu etablieren. Im Berliner Tiergarten, im Wiener Prater und in vielen Orten mehr wurden die ersten größeren Experimente dazu durchgeführt. Letztlich ist daraus jedoch nie etwas geworden, weil zur gleichen Zeit die Zuckerrübe gezüchtet wurde, die weitaus höhere Zuckerausbeuten garantierte.

Dass der Saft des Ahorns mehr Zucker enthält als die meisten anderen heimischen Baumarten, kann man für eine kurze Zeit im Frühsommer feststellen, wenn unzählige Blattläuse den nur teilweise verdauten Zuckersaft (Honigtau) verspritzen und alles unter der Krone des Berg-Ahorns mit einem klebrig-süßen Film überziehen.

Nudelholz und Fiedel

Wirtschaftlich interessanter als der Saft ist das Holz des Berg-Ahorns. Das helle, beinahe weiße Holz wurde schon vor rund achttausend Jahren bei den jungsteinzeitlichen Ackerbauern gerne zur Herstellung von Gefäßen benutzt. Bis heute ist es die erste Wahl bei hölzernen Küchengerätschaften wie Schalen, Schneid- und Frühstücksbrettern, Kochlöffeln, Fleischklopfern und Nudelhölzern.

Eine weitere klassische Verwendung hat das recht harte, aber gut drechselbare Holz des Berg-Ahorns im Musikinstrumentenbau gefunden. Wegen seiner schmucken hellen Farbe wird es gerne für Flöte oder Fagott genommen. Und bei Saiteninstrumenten, beim Cello, bei der Bratsche und vor allem bei der Geige ist Ahornholz der Garant für eine wunderbare Resonanz. Berühmt sind die Geigenböden, die aus so genanntem Riegelahorn gefertigt wurden. Bei diesem Holz ist der Verlauf der Holzfasern ungewöhnlich wellig, was im Anschnitt dann einen alternierenden Hell-Dunkel-Schimmer ergibt.

Es gibt eine Fülle weiterer Einsatzbereiche für das Holz des Berg-Ahorns: Zimmerleute verwenden es gerne für den edlen Innenausbau bei Treppen und Fußböden. Auch die Möbeltischler sind begeistert. Lediglich im Außenbereich und als Bau- und Konstruktionsmaterial hat sich das Holz des Berg-Ahorns nicht bewährt.

Eine ganz spezielle Eigenschaft entfaltet das Ahornholz im Volksglauben als Türschwelle. Denn: Zauberer und Hexen trauen sich nicht über eine solche Schwelle. Selbst wenn nur die Verankerungszapfen in der Schwelle aus Ahorn gefertigt sind – sie bleiben draußen. Und wer ganz auf Nummer Sicher gehen will, der stelle zusätzlich belaubte Zweige ins Fenster: Die fünflappigen, entfernt an gespreizte Hände erinnernden Blätter tun ein Übriges, um all solch unheimliche Wesen fernzuhalten. Auf dass es ein entspanntes Jahr 2009 werde! Glücklich, wer einen Ahorn in seiner Straße oder im Vorgarten hat.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.baum-des-jahres.de